Histaminarme Ernährung – Urtikaria

Warum ernähre ich mich histaminarm?

Tja, freiwillig sicher nicht. Am 1.6.2015 wurde ich an der Schulter operiert ( Rotatorenmanschettenruptur ). Infolge dieser OP zog ich mir eine Druck-Urtikaria zu. Bis ich mal wusste, dass ich an Urtikaria leide und warum usw. verging einige Zeit die ich mit vielen juckenden und zur Verzweiflung bringenden Quaddeln verbrachte. Hin und wieder auch mit geschwollener Lippe, was schon recht beängstigend ist. Die Quaddeln bedeckten den kompletten Körper und es war sehr schwer dem Wunsch Wiederstand zu leisten sich den Körper blutig zu kratzen. Erstmal half mir dann die Einnahme von Fenistil etwas und einmal auch Kortison ( Schwellung des inneren Halses ). Als die Diagnose Druck-Urtikaria klar war verbrachte ich viele Stunden mit Lesen und Recherchieren. Das Ergebnis fasse ich mal kurz zusammen: Bei der Urtikaria ist der Körper aus der Spur und schüttet wie blöd Histamin aus, was dann zu den schönen Quaddeln führt. Unsere Lebensmittel enthalten alle Histamin. Manche viel, manche wenig. Führe ich mir nun unkontrolliert auch hoch histaminhaltige Lebensmittel zu verstärke ich logischerweise meine Symptome. Im Umkehrschluss kann ich nun also mit einer histaminarmen Ernährung meine Symptome lindern und wirklich gut mit der Urtikaria leben. Es bedeutet aber auch auf sehr vieles zu verzichten. Das ist es mir aber Wert, da ich nur ab und an mal eine Fenistil brauche und sonst nichts. Ich nehme keine DAO-Hemmer und auch sonst keine Medis. Eine tolle Tabelle über verträgliche und nicht verträgliche Lebensmittel fand ich hier: www.mastzellaktivierung.info/de/einleitung.html

Die Zutaten die ich gut vertrage sind wirklich recht wenige, z.B. 

Kartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Möhren, Mangold, Kürbis, Blattsalate, weisse Zwiebeln, Salz, Zucker, Kurkuma, Zimt, Petersilie, Basilikum, Dinkel, Hartweizen, Reis, Bulgur, Couscous, Melone, ausser Wassermelone, Aprikosen, Trauben, Heidelbeeren, Äpfel ( am besten säuerliche ), Leitungswasser, stilles Wasser, Apfel-Direktsaft, Traubensaft, Fencheltee. Alle Lebensmittel am besten in Bio-Qualität. 

Ich habe mir dann einige Kochbücher zur histaminarmen Ernährung angesehen, die sind komplett unbrauchbar, da viele histaminreiche Zutaten verwendet werden. Also bleibt einem nichts anderes übrig als eigene Rezepte zu entwickeln. Wie glücklich ich war als ich den Rührkuchen gebacken und vertragen habe… 🙂

Meine Rezepte stelle ich nach und nach hier ein, weil es wirklich schwierig ist richtige histaminarme und verträgliche Rezepte zu finden. 

Zudem ernähre ich mich seit kurzem zuckerfrei, was mir richtig gut tut und noch erstaunlich leicht fällt, ich bin nämlich eigentlich ein absoluter Zucker-Junkie! Mal sehn, wie lange ich das schaffe.

Was Getreide angeht zum Backen etc. da kann ich wärmstens www.chiemgaukorn.de empfehlen!! Dort gibt es ökologisch angebauten Urdinkel und Emmer und Einkorn. Sehr lecker finde ich das Einkorn, es hat einen leicht nussigen Geschmack, schmeckt im Waffelteig sehr gut!!

Ach ja, durch meine sehr konsequente Ernährung habe ich am Tag eine bis zwei Quaddeln… das ist alles. Es gibt auch schonmal einen quaddelfreien Tag. Aber es gibt auch bei mir mal ein Ausbüchsen. Hab mir mal ein Glas Cola gegönnt. Daraufhin 3 Tage massive Quaddeln und Fenistil. Aber beim Trinken war es echt geil! 🙂

 

Autor: Sybille

Vh. , 6 Töchter, Katze, Hund, viele Hobbys, Lernen ist mein goldener Faden im Leben

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